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Das Anschreiben der Bewerbung: Teil 2 – Tipps zum Inhalt

Was für den Stil und die Formulierung gilt, gilt für den Inhalt des Bewerbungsschreibens erst recht. Wahllose Ergüsse sind nicht der Weg zum Erfolg. Auch hier sollte das Bemühen im Vordergrund stehen, sich geschickt an gewissen Überlegungen entlang zu hangeln, von denen sich die Personalabteilung des anvisierten Unternehmens leiten lässt.

Um den Kandidaten herauszufiltern, der am besten geeignet ist, gehen die Personaler ein im Wesentlichen immer gleiches Set an Fragen ab, das sich an der Leitidee „Wer nutzt meiner Firma am meisten?“ orientiert und je nach Arbeitsplatz unterschiedliche Antworten erfordert. Dass von Standardschreiben, in denen lediglich die Briefköpfe ausgetauscht werden, abzusehen ist, bedarf wohl daher keiner weiteren Erklärung. Ebenfalls nicht, dass eine gründliche Recherche angeraten ist, um die speziellen Charakteristika der anvisierten Firma mit den eigenen zu einer Symbiose zusammenzuführen.

Kein Patentrezept für das Anschreiben

Dennoch sei angemerkt, dass auch die beste Recherche und die bewährtesten Tipps keine Garantie für eine Universalformel darstellen, die die Neugierde der Personaler weckt. Denn auch sie sind Individuen, die für denselben Zweck, also den Nutzen für ihre Firma, unterschiedliche Mittel bevorzugen, die auf dieselben Fakten unterschiedlich reagieren können: Was den einen freut, stößt den anderen eher ab! Im Idealfall müsste man also auch konkrete Informationen von demjenigen haben, der die Bewerbung bewertet.

Der Inhalt des Anschreibentextes

Einleitung

  • Die Einleitung verfolgt das Ziel, in ca. zwei/drei Sätzen das Interesse an der Bewerbung und folglich am Weiterlesen zu wecken.
  • Daher sollte der erste Satz idealerweise sowohl spannend als auch freundlich gestaltet sein.
  • Er beinhaltet auf jeden Fall die Stelle, für die man sich bewirbt.
  • Als Einstieg eignet sich häufig die Bezugnahme auf die Quelle, durch die man auf die Stelle aufmerksam geworden ist (Anzeige, Homepage, Hinweise dritter Personen usw.) oder eine andere Referenz (z.B. früheres Telefongespräch).
  • Auf Einstiegslangweiler wie „hiermit bewerbe ich mich…“ kann getrost verzichtet werden.
  • In der Einleitung muss schon die Motivation für die Bewerbung klar werden, muss die Brücke zwischen Firma und einem selbst geschlagen werden.
  • Hierbei sollte am besten zuerst die Firma und deren Besonderheit herausgestellt werden, bevor man auf sich und seine Interessen eingeht, die hierzu passen (z.B.: „Da Ihre Firma auf Übersetzungen im IT-Bereich spezialisiert ist, habe ich das Stellenangebot auf Ihrer Homepage mit großem Interesse aufgenommen. Denn …).

Hauptteil

  • Aufbauend auf der Recherche zur Firma allgemein und auf der Analyse des Stellenangebots speziell schildert man im Hauptteil die eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen, aber auch diejenigen Punkte des Lebenslaufes, die ganz konkret zum Stellenangebot passen. Es muss ersichtlich werden, warum Sie der passende Bewerber sind.
  • Achten Sie darauf, dass sich keine Wiederholungen einschleichen!
  • Achten Sie darauf, dass Sie möglichst allen Anforderungen der Stellenausschreibung Genüge tun! Jede Anforderung sollte mit mindestens einer eigenen Qualifikation „pariert“ werden.
  • Natürlich können Sie auch Qualifikationen hervorheben, die nicht explizit durch eine Anforderung verlangt werden, die sich aber aus dem Zusammenhang ergeben und somit als sinnvoller Zusatz ihr Profil abrunden.
  • Beginnen Sie nach drei bis fünf Zeilen einen neuen Absatz. Achten Sie dann auf die optisch gleichmäßige Verteilung der Absätze.
  • Vergessen Sie nicht: Es muss ersichtlich werden, warum Sie sich bewerben, welche Motivation Sie haben.
  • Scheuen Sie sich am Ende nicht davor, die eigenen Wünsche und Vorstellungen zu äußern.

Schluss

  • Hier geht es darum, die Initiative zu ergreifen und in einem Satz den Adressaten der Bewerbung aufzumuntern, den nächsten Schritt zu machen: Es wird der Bezug zum Vorstellungsgespräch hergestellt (Die einfachste Variante: „Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich.“ oder „Ich freue mich über die Möglichkeit, in einem Vorstellungsgespräch den ersten Eindruck vertiefen zu können.“).

Im ersten Teil erfahren Sie mehr über Stil und Formulierung des Bewerbungsschreibens.

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