„Die besten Unis der Welt“ in 2008

Ganz oben auf der Spitze des Bildungseisberges scheinen, wie gewohnt, die amerikanischen Unis festgefroren. Ihre Dominanz in der Top Ten wird lediglich von zwei britischen Unis durchbrochen: Cambridge (Platz 4) und Oxford (Platz 10). Ein wenig bunter wird das Bild erst durch Japan, das sich mit den Unis in Tokio (Platz 19) und Kyoto (Platz 23) neben die USA und Großbritannien gesellt. Das europäische Festland kommt mit der Technischen Hochschule Zürich auf Platz 24 ins Spiel. Ihr folgen die die Universitäten in Paris (Platz 42), Copenhagen (Platz 45), Utrecht (Platz 47) und wieder Paris (Platz 50). Erst danach wird die Rangliste heterogener und wirklich global.

Blieb nicht nur an der Spitze im Wesentlichen alles beim Alten, soll dennoch nicht verschwiegen werden, dass sich die deutschen Unis ein wenig verschlechtert haben. München erweckt nichtsdestotrotz innerhalb Deutschlands den Eindruck eines Bilduns-Mekkas. Denn es kann mit der Ludwig-Maximilians-Universität (Platz 55) und der TU München (Platz 57) die besten deutschen Unis aufweisen. Gefolgt werden diese von den Unis in Heidelberg (Platz 67), Göttingen (Platz 90), Freiburg (Platz 96) und Bonn (Platz 97).

Die Methode

Der Sinn und die Sinnhaftigkeit solcher Rankings lassen sich natürlich mehr als nur hinterfragen. Wir haben diese Problematik schon an anderer Stelle erörtert (im Artikel: Studieren, aber wo! – Hochschul-Rankings?). Aber gerade bei dem ARWU, der durch seinen weltweiten Anspruch zum einen enorm viele Daten und zum anderen sehr unterschiedliche Ausgangsbedingungen zusammenfassen muss, stellen sich unwillkürlich Zweifel ein. Als ein Indikator für die Objektivität des Rankings könnte zumindest der Umstand gedeutet werden, dass sein Herausgeber, also die Jiao-Tong-Universität, selbst nicht unter den besten 500 ist. Ansonsten gestaltet diese Uni ihr Forschungsdesign im Vergleich zum Anspruch denkbar einfach – nämlich quantitativ.
Um die Qualität von Lehre und Uni allgemein zu ermitteln, zählt sie die Anzahl der Gewinner von Nobelpreisen und der Fields-Medaille (die Internationale Medaille für herausragende Entdeckungen in der Mathematik) sowie die Häufigkeit, mit der die Forscher zitierten werden. Die Forschungsleistung wird anhand der Anzahl an Artikeln festgemacht, die in „Nature and Science“ veröffentlicht und im „Science Citation Index-expanded“ bzw. im „Social Science Citation Index“ aufgeführt wurden.
Dass Veröffentlichungen in „Nature and Science“ allein schon 20% der Bewertung ausmachen könnte eine Erklärung für die Dominanz englischsprachiger Hochschulen sein. Denn diese haben den Vorteil der Muttersprachler. Daneben ist es auch nicht gerade ein Geheimtipp, dass besonders US-amerikanische Unis ein Budget zur Verfügung haben, das dem der Unis anderer Länder meist bei weitem überlegen ist.

Quelle: www.arwu.org

Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, empfehlen wir auch:

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>