Das Assessment Center gehört zu vielen Auswahlverfahren, denen man sich nach einer Bewerbung stellen muss, hinzu. Firmen sieben auf diese Art und Weise aus 100 Bewerber den einen gewünschten zukünftigen Mitarbeiter heraus.
Dank des Assessment Centers erfahren sie mehr über uns als in einem normalen Vorstellungsgespräch.
Wie auf ein Assessment Center vorbereiten?
Ein Assessment Center dauert normalerweise ein bis zwei Tage. In seltenen Fällen, wenn Führungspositionen besetzt werden sollen, kann ein solches Assessment Center auch länger dauern.
Aber keine Angst, für frische Uniabgänger ist es nicht ganz so schlimm. Hier nun ein Überblick über die Teilübungen des Assessment Centers:
1. Das Interview
Jedes Assessment Center mit einem kleinen meist 15-20 minütigen Gespräch. Hier geht es ähnlich einem Bewerbungsgespräch um den eigenen Werdegang, Ausbildung und Berufserfahrung.
Hier sollte nichts gespielt wirken, gehe einfach ehrlich und sachlich auf die Fragen ein.
Der erste Eindruck ist, wie man so schön sagt, oft der wichtigste. Deshalb sollte auch die Körpersprache signalisieren – ich bin offen, ehrlich und interessiert an diesem Auswahlverfahren – ich möchte genommen werden (siehe: typische Fehler).
2. Am virtuellen Arbeitsplatz
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Stell Dir einmal vor, Du sitzt vor einem Rechner und hast verschiedene Arbeiten zu erledigen, die Agenda des Chefs zu planen, Meetings vorzubereiten und unter Zeitdruck konzentriert aber auch vorausschauend zu planen/arbeiten.
Du wirst durch Telefonanrufe unterbrochen , musst vielleicht auch einmal einen Termin absagen, da es zeitlich nicht machbar ist.
3. Gruppendiskussion
Hier bekommt die Gruppe als Ganzes eine Aufgabe, die “gemeinsam” gelöst werden soll, d.h. hier kommt es auf Teamfähigkeit an, aber auch auf lösungsorientiertes Handeln und Argumentieren.
Neben deiner Teamfähigkeit lernt man auch mehr über deine Kompromissbereitschaft (nicht immer ja und amen sagen), Fähigkeit zu leiten, zu moderieren oder zu schlichten.
4. Rollenspiel
Wenn Du schon immer mal Chef spielen wolltest dann könnte das heute der Fall sein. Leider ist Chef sein nicht immer so toll wie es sich viele Bewerber vorstellen.
Ein Chef muss seine Kritik an Angestellten auf eine Art und Weise vortragen können, welche motiviert und nicht demoralisiert. Er muss auch mit Gegenkritik sachlich umgehen können.
Schlüpft man in die Rolle des Angestellten ist es wichtig, das man bei Problemen und Fehlern die Schuld nicht auf andere schiebt.
5. Der Vortrag (Präsentation)
Diese Übung hat etwas von Improvisationstheater, eben befand man sich noch in einer anderen Übung da bekommt man auch schon das nächste Thema vorgelegt (z.B. Wie funktioniert eine Rolltreppe?) und muss in 10-15 Minuten einen Vortrag ausarbeiten.
Wichtiger als der Inhalt des Vortrages ist die Art und Weise wie man diese Informationen vorträgt – Aussprache, Körpersprache und der Umgang mit Stress, der zum einen durch das unbekannte Thema und zum anderen durch Fragen/Kommentare entsteht.
6. Kleine Übungen und Abschlussinterview
Damit man sich ja nicht langweilen kann, gibt es in allen Pausen kleine nette Allgemeinwissentests, Matheübungen und andere Beschäftigunsmassnahmen die dazu dienen das Wissen und Können des Kandidaten zu testen, während sich die meisten der anderen Übungen des Assessment Center mit den sozialen Kompetenzen des Bewerbers auseinandersetzen.
Warum dieser langwierige Test?
Hier kannst Du lesen, was der Arbeitgeber über Dich erfahren will.