Nachdem die Landesregierung zwecks Einsparungen beschlossen hatte, den Studiengang Medizin an der Universität zu Lübeck zu streichen, gibt es große Proteste. Für den 16.06. bekommen alle Studenten der Universität in Lübeck, wahrscheinlich auch die der Lübecker Fachhochschule frei. Es wird zur großen Demo in Kiel aufgerufen, an der auch die Studenten der dortigen Uni teilnehmen wollen, um die Landesregierung doch nochmal zum Einlenken, zumindest aber zum Nachdenken zu bewegen.
Diese Streichung des Medizinstudiengangs an einer der renommiertesten Universitäten für diesen Studiengang in Deutschland will man jedenfalls nicht kommentar- und kampflos hinnehmen. Zumal die Konsequenzen größer wären als man zunächst annehmen möchte. Nicht nur die Medizinstudenten stünden vor einer Leere in der Lehre – auch Studenten der kooperierenden FH nehmen teilweise am Studienangebot der Uni Lübeck im Bereich Medizin teil, z.B. wenn sie „Biomedical Engineering“ studieren.
Weitere Konsequenzen werden ebenfalls angemahnt: durch die Verlagerung des Medizinstudiums in Schleswig-Holstein zu einem einzigen Standort (Kiel) werden die kurzfristigen Einsparungen keine langfristige Lösung sein. Denn überfüllte Hör- und Präparationssäle und damit ein qualitativ schlechteres Lehrangebot hätten langfristig Ärztemangel und Neuverschuldung zur Folge.
Wird die Landesregierung in Kiel reagieren? Stehen bald auch in anderen Bundesländern solche Einsparungen auf dem Tagesprogramm? Der 16.06. wird erste Antworten liefern – wir dürfen gespannt sein!
